Entwicklungsfinanzierung
Die Verhandlungen über den Haushalt der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 gehen in die entscheidende Phase. Die Entwicklungszusammenarbeit könnte dabei unter die Räder kommen.
Die vor zehn Jahren gegründete Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank AIIB soll die Dominanz des Westens in der Entwicklungsfinanzierung brechen. Obwohl europäische Staaten sie mittragen, ignoriert sie in ihrer Projektarbeit oft Menschenrechte und Transparenz.
Die Vereinten Nationen sind in der Krise, politisch und finanziell. Das betrifft auch ihren Kampf gegen Armut und für nachhaltige Entwicklung. Es gibt Ideen, wie sie mit weniger Geld sogar mehr Wirkung erzielen könnten. Das erfordert ein radikales Umdenken – bei den UN selbst und bei ihren Mitgliedern.
UN-Länderfonds sollen mehr humanitäre Hilfe direkt an lokale Organisationen leiten. Doch die UN und große Hilfswerke halten sich nicht daran. Wollen sie die Machtverhältnisse in der internationalen Hilfe überhaupt verändern, fragt sich KAM Morshed von der NGO BRAC in Bangladesch.
Vertraute Grundpfeiler der globalen Ordnung geraten ins Wanken. Wie sich die Entwicklungspolitik anpassen muss und warum sie nötig bleibt, untersucht eine neue Studie.
Vor einem Jahr wurde die US-Entwicklungsagentur USAID zerschlagen. In Indien sind die Folgen dramatisch. Zudem behindert die indische Regierung die Arbeit einheimischer Gesundheitsorganisationen.
Deutschland rechnet die Studienplatzkosten für Studierende aus Entwicklungsländern auf die Entwicklungshilfe (ODA) an. 2024 beliefen sich diese Kosten auf 2,2 Milliarden Euro – rund sieben Prozent der Gesamtausgaben. Warum wird das gemacht und warum wird es kritisiert?
Westliche Institutionen beurteilen die Wirtschaft in Entwicklungsländern ohne Rücksicht auf ihre soziale Wirklichkeit und die Ziele ihrer Regierungen. Dieser technische Blick muss dringend überwunden werden.
Als Donald Trump die Axt an USAID legte, versetzte er einem Modell von Hilfe den Todesstoß, das längst in der Krise war. Es ist Zeit für neue Konzepte der internationalen Zusammenarbeit, etwa gemeinsame Investitionen in globale Güter, meint Jayati Gosh.
Andreas Frick ist Hauptgeschäftsführer von Misereor. Im Interview erzählt er, wie das Hilfswerk mit Mittelkürzungen umgeht, welche Errungenschaften der Entwicklungszusammenarbeit er in Gefahr sieht und was er von der neuen Bundesregierung erwartet.
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